Wieso sollte ich zur Aufsichtsratswahl gehen ?
Man sollte zur Aufsichtsratswahl gehen, um die Mitbestimmung zu sichern, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten (Arbeitsplätze, faire Bedingungen) und die Geschäftsführung kritisch zu kontrollieren, da Arbeitnehmervertreter direkt für langfristige Unternehmensziele und gegen kurzfristige Profitgier agieren, was durch eine starke Wahlbeteiligung gewährleistet wird. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt das Mandat der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und sichert so Einfluss auf strategische Entscheidungen und die Einhaltung von Gesetzen, betonen die IG Metall und Hans-Böckler-Stiftung.
Wichtige Gründe für die Wahlteilnahme:
Sicherstellung der Mitbestimmung: Nur durch die Wahl der Arbeitnehmervertreter wird die gesetzlich verankerte paritätische Mitbestimmung wirklich umgesetzt.
Interessenvertretung der Belegschaft: Arbeitnehmervertreter setzen sich für langfristige Arbeitsplatzsicherheit und gute Arbeitsbedingungen ein, im Gegensatz zu Kapitalvertretern, die oft kurzfristige Gewinne im Fokus haben.
Gezielte Kontrolle der Unternehmensführung: Sie prüfen die Entscheidungen des Vorstands, überwachen die strategische Ausrichtung und hinterfragen Investitionen und Ausgliederungen, um Fehlentwicklungen zu verhindern.
Gegenpol zum Management: Sie bringen die Perspektive der Beschäftigten in die Aufsichtsratsgremien ein, die sonst nur von Anteilseignern und Management dominiert wären.
Was passiert, wenn man nicht wählt?
Die Macht der Arbeitnehmervertreter wird geschwächt, was zu
einer einseitigen Ausrichtung des Aufsichtsrats zugunsten des
Managements und der Kapitalinteressen führen kann.
Wichtige Entscheidungen über Investitionen, Restrukturierungen
oder die Zukunft des Unternehmens werden dann ohne starke
Arbeitnehmerbeteiligung getroffen, was Arbeitsplätze gefährden
kann.
